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Aktuelles


Liebe*r Webseiten-Besucher*in,

aufgrund der Corona-Pandemie befinden sich die meisten Mitarbeiter*innen der EPN Hessen-Geschäftsstelle aus Gründen der Prävention und des Gesundheitsschutzes zur Zeit im Homeoffice. Persönliche Termine können zur Zeit nicht stattfinden. Bitte kontaktieren Sie uns bis auf Weiteres zuerst per E-Mail. Wir bemühen uns, Ihre Anfragen zeitnah zu beantworten, bitten aber um Ihr Verständnis, sollte es im Einzelfall etwas länger dauern.

Beste Grüße & bleiben Sie gesund!
Das Geschäftsstellen-Team

 


September 2020

EPN Hessen-Newsletter 08/2020

Aus dem Inhalt:

On- und Offline. Machen Sie bei uns mit! * Aktuelle EPN Hessen-Kooperationsveranstaltungen * PERSPEKTIVWECHSEL – Reihe kritischer Stadtrundgänge ist gestartet! * Fortbildung „Transformation und Konflikt“ (18.09.) * Workshop „Empowerment für Vereine”(18.09.-19.09.) * Praxiswerkstätten: Online Seminare der Reihe „Fit für 2030” * Aus dem Netzwerk * Weltladen Oberursel: Bewerbung für das Freiwillige Ökologisches Jahr ist geöffnet!* Ökumenische Initiative Eine Welt: Vernetzungstreffen „Erd-Charta an der Schule.“ * Call to Action: Neuauflage der Broschüre „Globales Lernen in Hessen“ * Unsere neue Promotorin „Information, Beratung und Qualifizierung (IBQ)“ stellt sich vor * Bierdeckelkampagne mit globalen Nachhaltigkeitszielen auf hessisch gestartet * Materialien * Mitmachen: Kampagnen, Wettbewerbe & Ausschreibungen * Terminlese

Der Newsletter informiert über Aktivitäten im Netzwerk, entwicklungspolitische Neuigkeiten, neue Bildungsmaterialien, aktuelle Mitmach-Aktionen und Veranstaltungen. Am besten gleich abonnieren!

>> Und hier geht es direkt zum Newsletter 08/2020

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August 2020

Neuauflage der Broschüre „Globales Lernen in Hessen“
An alle Bildungsaktive in Hessen: Seid dabei!

EPN Hessen macht sich an die Neuauflage der Broschüre „Globales Lernen in Hessen. Aktuelle Angebote, Debatten und Herausforderungen“ (Arbeitstitel), in der erneut Bildungsangebote aus ganz Hessen rund ums Globale Lernen und BNE veröffentlicht werden sollen. Das funktioniert natürlich nur mit Ihrer/eurer Beteiligung, zu der wir Sie/euch hiermit herzlich einladen möchten.

2011 konnten wir mit Ihrer/eurer Beteiligung die erste Broschüre zu aktuellen Debatten und Bildungsangeboten des Globalen Lernens in Hessen veröffentlichen. Die neue Broschüre soll Impulse setzen um die gemeinsamen Diskussionen u.a. zu Themen wie Rahmenbedingungen für Globales Lernen innerhalb der Schulbildung, Globales Lernen und Diversität, Transformative Bildung, Globales Lernen und Geschlechterverhältnisse anzustoßen bzw. zu vertiefen. Außerdem möchten wir den Austausch und die notwendigen Abstimmungsprozesse zwischen Akteur*innen, Institutionen und Organisationen der schulischen wie außerschulischen Bildungsarbeit (Globales Lernen und BNE) befördern.

Unser wichtigstes Anliegen bleibt es weiterhin, die vielfältigen, spannenden und methodisch innovativen Angebote zu Globalem Lernen und BNE in Hessen gebündelt und übersichtlich aufzubereiten und in ihrer Breite sichtbar zu machen.

Interessiert dabei zu sein?

Hier gibt es ausführlichere Infos (PDF-Datei) sowie eine kleine orientierende Handreichung (PDF-Datei) zur Erstellung des Beitrags – und hier geht es direkt zum Online-Formular!

ABGABEFRIST für Ihre/eure Rücksendungen: Montag, der 14. September 2020

Wir freuen uns auf rege Beteiligung und zahlreiche Beiträge!


Mai 2020

Stellenausschreibung:
Eine Welt-Fachpromotor*in für IBQ mit Schwerpunkt auf dezentraler Vernetzung und Jugendengagement (50%)

Das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen e.V. (EPN Hessen) sucht zum baldmöglichsten Zeitpunkt am Arbeitsort Frankfurt/M. Eine Welt-Fachpromotor*in zur Unterstützung der grundständigen Informations-, Beratungs- Qualifizierungs- und Vernetzungsarbeit (IBQ) mit besonderem Schwerpunkt auf der Stärkung des Jugendengagements und der dezentralen Vernetzung in Hessen. Die Stelle ist vorläufig befristet bis Ende 2021. Es wird angestrebt, das Programm auch nach 2021 fortzuführen.

Für die Besetzung der Stelle wünschen wir uns eine engagierte Person mit Organisations-, Motivations- und Kommunikationskompetenz sowie Freude an Teamarbeit. Die Person sollte außerdem Erfahrung und Freude an der partizipativen Projektarbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen mitbringen und über Kenntnisse der Entwicklungspolitik und -zusammenarbeit sowie der zivilgesellschaftlichen Eine Welt-Arbeit verfügen. Nähere Angaben zu den Anforderungen sowie den Aufgaben der Stelle finden sich in der Stellenausschreibung.

Bewerbungsschluss ist Donnerstag, der 11. Juni 2020. Wir freuen uns über jede Bewerbung und streben ein diskriminierungsfreies Auswahlverfahren an.

>> Stellenausschreibung Eine Welt-Fachpromotor*in für IBQ

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Kommende EPN Hessen-Kooperationsveranstaltungen:

Partizipation von Migrant*innen aus dem Globalen Süden in der kommunalen Politik Podiumsdiskussion
Mi., 23.09.2020 (19.00h - 21.00h) | Frankfurt am Main

Partizipation von Migrant*innen aus dem Globalen Süden in der kommunalen Politik

Veranstalter*innen: Abá e.V., Arbeitsgemeinschaft der Migrant*innen– und Diasporaorganisationen des EPN Hessen (AG MDO), Kommunale Ausländer- und Ausländerinnenvertretung der Stadt Frankfurt am Main (KAV) und Netzwerk zur Förderung kommunikativen Handeln e.V (Kone e.V.).


Friedlicher Widerstand gegen die Gewalt. Kollektive Schutzmaßnahmen seit dem Friedensabkommen in Kolumbien. Podiumsdiskussion
Do., 24.09.2020 (18.00h - 20.00h) | Frankfurt a. M.

Friedlicher Widerstand gegen die Gewalt. Kollektive Schutzmaßnahmen seit dem Friedensabkommen in Kolumbien.

Veranstalter*innen: Peace Brigades International – Regionalgruppe Rhein-Main, Red Colombia Rhein-Main, Weltladen Marburg, Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen


Studierenden­bewegung und Kritische Theorie 1968 in Frankfurt Stadtrundgang
Sa., 26.09.2020 | Frankfurt/M.

Studierenden­bewegung und Kritische Theorie 1968 in Frankfurt

Veranstalter*in: plan_b und Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen


Frankfurt’s Colonial Hangover Stadtrundgang
Sa., 03.10.2020 | Frankfurt/M.

Frankfurt’s Colonial Hangover

Veranstalter*in: Frankfurt Postkolonial und Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen


Stadt und Krise. Gentrifizierung Und Verdrängung im Frankfurter Gallus Stadtrundgang
Sa., 10.10.2020 | Frankfurt/M.

Stadt und Krise. Gentrifizierung Und Verdrängung im Frankfurter Gallus

Veranstalter*in: AK Kritische-Geographie und Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen


Social Media (Teil 1) Praxiswerkstatt
Do., 15.10.2020 (17.00h - 18.30h) | online

Social Media (Teil 1)

Veranstalter*in: Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen


>> Weitere EPN Hessen-Veranstaltungen

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September 2020

#DasMussDrinSein. Eckpunkte des Lieferkettengesetzes in Gefahr

Das Bundeskabinett hat die Besprechung der Eckpunkte für ein Lieferkettengesetz erneut verschoben. Als Antwort dafür haben Aktivist*innen der Initiative Lieferkettengesetz am 09. September in Berlin demonstriert und sie übergaben symbolisch eine Petition mit mehr als 222.222 Unterschriften an das Bundeskanzleramt. Die Initiative Lieferkettengesetz, ein Bündnis aus über 100 zivilgesellschaftlichen Organisationen, fordert von der Bundesregierung für einen wirksamen Schutz von Menschenrechten und Umwelt zu sorgen: Wir brauchen endlich ein Lieferkettengesetz!

Weitere Infos:
>> Aktuelle Pressemitteilungen der Initiative Lieferkettengesetz
>> Die E-Mail-Aktion an Peter Altmaier

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Mai 2020

Neues Förderprogramm: Corona-Unterstützung (auch) für hessische Eine Welt-Vereine

„Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit“. So heißt das am 20. April veröffentlichte Programm der Hessischen Landesregierung. Mit mindestens 20 Millionen Euro Fördervolumen sollen die hessischen Vereine davon profitieren, um die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie an ihre Arbeit zu vermindern. Sport-, Kultur- und auch Eine Welt-Vereine können ab sofort bis zu 10.000 Euro beantragen.

Die Maßnahmen gegen die Verbreitung der Corona-Pandemie wirken sich tiefgreifend auf unser Leben aus: Freizeit, Arbeit und Routine sind umgestaltet. Nicht nur die Arbeit, sondern sogar die Existenz vieler Vereine kann von den Folgen der Einschränkungen bedroht sein: Nicht alle geplanten Veranstaltungen können kostenlos storniert oder in digitale Formate umgewandelt werden. Fixe Mieten und Betriebskosten sowie abgesagte Projekte müssen bezahlt werden, während Einnahmen wegfallen – und dies alles vor dem Hintergrund, dass Vereine kaum Rücklagen bilden können. Ein Teil der ausgefallenen Einnahmen eines Vereines sollen nun durch das Förderprogramm „Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit“ kompensiert werden.

Weitere Infos:
>> Pressemitteilung zur Corona -Soforthilfe für Vereine (PDF)
>> Richtlinie zur Durchführung des Förderprogramms (PDF)
>> Fragen und Antworten zum Förderprogramm (PDF)
>> Corona-‚Fragen und –Antworten‘ für Vereine und Kulturschaffende. Kreis Offenbach

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April 2020

Corona – Eine globale Pandemie erfordert globale Solidarität

Dass ein Gesundheitsthema die Menschheit über Wochen weltumspannend derart in Atem hält, ist einzigartig in der neueren Zeit. Auch die angeordneten Maßnahmen die in dem Zusammenhang weltweit ergriffen und zu großen Teilen auch gesellschaftlich akzeptiert und eingehalten werden, hätten sich wohl die meisten von uns auch in den kühnsten Träumen kaum ausmalen können. Zum Schutz aller und vor allem zum Schutz alter und vorerkrankter Menschen solle man sich „solidarisch“ zeigen und die zum Teil massiven und die Freiheiten einschränkenden Verhaltensregeln befolgen: allen voran die Ausgangsbeschränkung oder Ausgangssperre und das „physical distancing“ (also die räumliche bzw. körperliche Distanzierung) sowie regelmäßiges Hände waschen.

So vernünftig und funktional diese mantraartig vorgetragene offizielle Losung klingt, so sehr trägt sie bei unkritischer Aneignung dazu bei, blinde Flecken in der Gesellschaft zu (re)produzieren. Die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus sowie die Auswirkungen der getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der neuen Viren-Pandemie sind nämlich mitnichten für alle gleich bzw. höchstens aus Alters- oder Gesundheitsgründen unterschiedlich. Vielmehr sind sie maßgeblich davon abhängig, welchen ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Status ein Mensch genießt: Die Verkäuferin im Supermarkt hat weniger Chancen, sich vor sozialen Kontakten zu schützen, als der Grafiker, der im Homeoffice arbeiten kann. Die meist nach Stundenlohn arbeitenden Service-Kräfte treffen die weitgehenden Schließungen der Gastronomiebetriebe ökonomisch wesentlich härter, als den Verwaltungsangestellten. Der alleinerziehenden Mutter fällt es wesentlich schwerer, die Ausgangsbeschränkung mit zwei Kindern in einer 50qm-Wohnung durchzustehen, als dem kinderlosen Doppelverdiener*innen-Pärchen in der 90qm-Wohnung mit Dachterrasse. Und Obdachlose oder Bewohner*innen einer Geflüchtetenunterkunft haben noch nicht einmal die Möglichkeit zu überlegen, ob sie der #stayathome-Aufforderung Folge leisten oder nicht. Denn: Zuhause zu bleiben, bedingt bereits das Privileg, überhaupt ein Zuhause zu haben …

Weitere Infos:
>> INKOTA: Corona-News-Ticker
>> medico: Corona-Dossier „Solidarität in Zeiten der Pandemie“
>> analyse & kritik: Paul Dziedzic „Plötzlich Apokalypse“
>> seebrücke: Kampagnen-Webseite #leavenoonebehind (Aktionsideen)

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März 2020

Rückschlag auf dem Weg zum Lieferkettengesetz. Wie weiter?

Es sah schon so vielversprechend aus … Die im September gestartete Kampagne „Initiative Lieferkettengesetz“ nahm schnell an Fahrt auf und sammelte in kurzer Zeit mehr als 150.000 Unterschriften. Ein von der Initiative in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten zeigte: Ein Lieferkettengesetz ist machbar – sowohl für den Gesetzgeber als auch für die deutschen Unternehmen. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller sowie Bundesarbeitsminister Hubertus Heil befürworten zunächst eine gesetzliche Regelung und kündigten für Februar Eckpunkte für ein Lieferkettengesetz an.

Doch vom Bundeskanzleramt kam nun offenbar Gegenwind, wie es das Redaktionsnetzwerk Deutschlands unter Berufung auf „Regierungskreise“ am 10. März berichtete: Es sei vor allem Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier gewesen, der gesetzliche Regelungsvorschläge zum jetzigen Zeitpunkt als „verfrüht“ kritisierte und darauf pochte, die erst im Juli 2020 abgeschlossene letzte Erhebungsrunde zum Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) abzuwarten. Für den Fall, dass nicht mindestens die Hälfte der Unternehmen die Anforderungen an die menschenrechtliche Sorgfalt angemessen umsetzen, sieht der Koalitionsvertrag vor, dass gesetzliche Regelungen eingeführt werden. Im zweiten NAP-Zwischenbericht zeigt sich jedoch, dass in der ersten Pilot-Umfrage von denjenigen Unternehmen, die sich an der Umfrage beteiligt haben, noch nicht einmal 20 Prozent die Anforderungen erfüllen. Wenig wahrscheinlich also, dass die Zielmarke von mindestens 50 Prozent in der abschließenden Erhebung erreicht wird.

Weitere Infos:
>> Kommentar zu den Entwicklungen auf der Webseite der Initiative Lieferkettengesetz
>> Anforderungen der Initiative an ein Lieferkettengesetz
>> Rechtgutachten zum Lieferkettengesetz (PDF)
>> Informationsseite des Auswärtigen Amtes zum zweiten NAP-Zwischenbericht
>> Artikel des Redaktionsnetzwerk Deutschland (rnd) vom 10. März 2020
>> Artikel in der WirtschaftsWoche vom 20. März 2020

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März 2020

#Eckwertebeschluss: Zivilgesellschaft fordert mehr globale Verantwortung und Weitsicht

Mitte März veröffentlichte das Bundesfinanzministerium den neuen Eckwertebeschluss der Bundesregierung. Nach Plan der Regierung soll die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe im kommenden Jahr nicht erhöht werden. In unmittelbarer Antwort darauf warnen Nichtregierungsorganisationen vor Kürzungen im Entwicklungsetat und appellieren an mehr globale Verantwortung.

Das Bundeskabinett hat am 18. März 2020 die Eckwerte für den Haushalt 2021 und die Finanzplanjahre bis 2024 beschlossen. Dabei handelt es sich um den Regierungsentwurf über das Gesamtbudget des Bundeshaushalts sowie die Festlegung der Aufteilung der Gelder. In einem gemeinsamen Appell warnen sechs deutsche Entwicklungsorganisationen – Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), Global Citizen, ONE, OXFAM Deutschland, Plan International Deutschland und Save the Children Deutschland – Bundesfinanzminister Scholz davor, die Mittel zur Bekämpfung von Armut und Krankheiten zu kürzen. Dazu haben sie deutliche Worte an die Bundesregierung gerichtet: „Jedes Jahr bei der Veröffentlichung des Eckwertebeschlusses kann sich Olaf Scholz scheinbar plötzlich nicht mehr an den Koalitionsvertrag erinnern. Wir nehmen das nicht hin. Wir fordern nicht mehr und nicht weniger als die Einhaltung des Koalitionsvertrags. Konkret heißt das: Mehr Investitionen für die Bekämpfung extremer Armut und die Stärkung von Gesundheitssystemen. Nur so können wir die Menschen auf der Welt erreichen, die Unterstützung benötigen.“

Weitere Infos:
>> Eckwertebeschluss der Bundesregierung März 2020
>> Stellungnahme von VENRO
>> epo-Meldung vom 17.03.2020

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Februar 2020

Neue Eine Welt-Regionalpromotor*innenstelle in Kassel

Vor kurzem hat das hessische Eine Welt-Promotor*innen-Programm Verstärkung erhalten!
Nadine Zollet
, die sich im Folgenden gleich selbst vorstellen wird, hat im Februar als erste hessische Eine Welt-Regionalpromotorin für Nordhessen ihre Arbeit aufgenommen. Wir freuen uns, eine neue engagierte Kollegin mit im Boot zu haben und heißen Nadine herzlichst willkommen!

Liebe Interessierte,
ich möchte mich Ihnen als erste hessische „Eine Welt- Regionalpromotorin“ vorstellen. Im Februar habe ich diese sehr spannende Aufgabe für Nordhessen übernommen. Ich freue mich sehr auf die intensive Zusammenarbeit mit Eine Welt Akteur*innen und global Interessierten in unserer wunderbaren Region.Ich bin Nadine Zollet, lebe schon seit 20 Jahren in Kassel und war in den letzten Jahren dort vor allem in der Umsetzung und Begleitung von Freiwilligendiensten in den Globalen Süden zuständig. Von Hause aus bin ich Politikwissenschaftlerin mit Leidenschaft und habe mich dabei intensiv mit der Friedens- und Konfliktforschung beschäftigt. Globale Gerechtigkeit, ökologisch und ökonomisch nachhaltiges Handeln waren und sind in meinem Engagement Kernelemente, um einem weltweiten Frieden und damit einer Zu-Frieden-heit ein Stück näher zu kommen.

Weitere Infos:
>> Webseite des Sozialen Friedensdienstes Kassel e.V.

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November 2019

29./30. November: Aktionstag(e)
zur neuen Lieferkettengesetz-Kampagne (auch) in Frankfurt

Am 29. und 30. November wird unter dem Kampagnen-Motto „Gegen Gewinne ohne Gewissen hilft nur ein gesetzlicher Rahmen!“ in ganz Deutschland zu Aktionen aufgerufen, die breit öffentlich auf die jüngst gestartete Initiative Lieferkettengesetz aufmerksam machen sollen. Ihren Auftakt nahm die bundesweite Initiative im September – mit einer klaren Forderung an die Bundesregierung: Wir brauchen in Deutschland einen gesetzlichen Rahmen, um Unternehmen dazu verpflichten zu können, sich an Menschenrechte und Umweltstandards zu halten. Wir brauchen eine Lieferkettengesetz!

Weitere Infos:
>> Facebook-Event zur Aktion am 30. November auf der Frankfurter Zeil
>> Infomaterial und Aktionsbausteine auf der Kampagnen-Webseite

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November 2019

Erfolgreicher ‚Druck von unten‘: Umsatzsteuer für Bildungsveranstaltungen abgewendet

Ende Oktober machte eine erfreuliche Nachricht die Runde: Die bundesdeutschen Koalitionsfraktionen haben beschlossen, die geplante Neuregelung im Umsatzsteuerrecht für Bildungsveranstaltungen zu streichen. Somit wurde das Gesetz gar nicht erst in den Bundestag eingebracht. Viele Verbände und Bildungsträger – darunter auch die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland (agl) und ihre Landesnetzwerke – haben sich in den letzten Wochen für die Streichung stark gemacht. Der Beschluss zeigt, dass der vielfältige zivilgesellschaftliche Druck offensichtlich wirksam war und sich gelohnt hat!

Zum Hintergrund: Das Bundeskabinett hatte bereits am 31. Juli 2019 den Entwurf zum „Gesetz zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften“ beschlossen. Das neue Gesetzesvorhaben sah u.a. eine Änderung der Steuerbefreiungsregelung für Weiterbildungseinrichtungen vor, die zum 1.1.2021 hätte in Kraft treten sollen. Nur Bildungsangebote mit unmittelbarer beruflicher Verwertbarkeit wären dann umsatzsteuerfrei geblieben.

Weitere Infos:
>> agl-Stellungnahme zur geplanten Besteuerung von Bildungsveranstaltungen (PDF)
>> Stellungnahme der Allianz „Rechtssicherheit für politische Willensbildung“ e.V.

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Juni 2019

VENRO-Kritik am Haushaltsentwurf 2020: BMZ-Etat wird Herausforderungen nicht gerecht

Nach dem vom Bundeskabinett verabschiedeten Haushaltsentwurf 2020 soll der Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) um 127,5 Millionen Euro leicht steigen. Der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) fordert eine umfassendere Aufstockung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit.

„Um die globalen Zukunftsfragen zu lösen, ist die entwicklungspolitische Zusammenarbeit notwendiger denn je. Wir begrüßen daher, dass der Etat des BMZ steigt. Angesichts der vor uns liegenden Aufgaben ist aber die nur geringfügige Erhöhung der Mittel und die schlechten mittelfristigen Perspektiven ein Armutszeugnis“, kritisierte Bernd Bornhorst, Vorstandsvorsitzender von VENRO. „Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, die auch Deutschland unterzeichnet hat, soll allen Menschen faire Lebensperspektiven eröffnen. An den notwendigen Mitteln für ihre Umsetzung fehlt es jedoch bis heute.“ Unterdessen verschärften sich die weltweiten Ungleichheiten, der Klimawandel schreite voran und gewaltsame Konflikte und Armut zwängen immer mehr Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen.

Weitere Infos:
>> Pressemitteilung vom 26.06. auf der VENRO-Webseite

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Mai 2019

Zivilgesellschaftliche Erklärung zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik

Im September 2015 wurden der UN und ihren Mitgliedsstaaten die 2030 Agenda mit den Sustainable Development Goals (SDGs) verabschiedet. Sie versprechen die Transformation unserer Welt, hin zu einem Leben ohne Hunger und Armut, ohne Steuerhinterziehung, mit sauberem und sicheren Verkehr und im Einklang mit dem Schutz der Natur und der Ökosysteme bis zum Jahr 2030. Seit 2015 ist leider in der Umsetzung dieses umfangreichen Zielkatalogs wenig geschehen. Viel zu wenig – in Anbetracht der Tatsache, dass der Klimawandel und das Artensterben voranschreiten und die weltweite Ungleichheit zunimmt. 118 zivilgesellschaftliche Organisationen wollen deswegen ein Zeichen setzen – dass die Umsetzung der SDGs auch in der Verantwortung der Bundesregierung liegt und die bisherigen politischen Maßnahmen und Strategien nicht ausreichen, um die Ziele bis 2030 zu verwirklichen. In einer gemeinsamen Erklärung mit dem Titel „Genug herausgeredet – Höhenangst vor dem UN-Gipfel“ fordern sie die Bundesregierung auf, ihre Verpflichtungen nicht länger zu vernachlässigen und nachhaltige Politik jetzt umzusetzen. Es geht um nichts weniger als die Einhaltung internationalen Verantwortung und eine nachhaltige und gerechte Zukunft für alle Menschen auf diesem Planeten. Die Erklärung wurde Anfang Juni im Rahmen eines zivilgesellschaftlichen Gipfels mit Verbänden und der Bundesregierung diskutiert.

Weitere Infos:
>> „Genug herausgeredet – Herausgeredet vor dem UN-Gipfel“ (PDF)

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April 2019

Europawahl 2019:
Entwicklungspolitische Erwartungen an die EU-Politik

Am 26. Mai 2019 wählen die BürgerInnen in Deutschland ein neues Europäisches Parlament. Für die Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe ist die Europawahl von großer Bedeutung, denn das Europäische Parlament ist für die Umsetzung der Agenda 2030 und die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung ein wichtiger politischer Akteur. Der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe VENRO legt in einem Positionspapier zur Europawahl ihre Erwartungen an die künftigen Mitglieder des Europäischen Parlaments der kommenden Legislaturperiode dar.

Sie sieht dabei die EU vor großen Herausforderungen: „Die erstarkten rechtspopulistischen Strömungen auf nationaler Ebene schüren Fremdenfeindlichkeit, Abschottung und Nationalismus und agitieren gegen die Gleichstellung der Geschlechter. Zentrale europäische Werte wie Toleranz und Weltoffenheit werden infrage gestellt, die Wahrung der Menschenrechte und der Grundfreiheiten versteht sich nicht mehr von selbst, die Prinzipien von Demokratie und Rechtstaatlichkeit sind in Gefahr […] Die Wahl zum Europäischen Parlament ist eine Richtungsentscheidung.“ Als wesentliche Herausforderung sieht VENRO aber auch, dass die EU ihren globalen Verpflichtungen nachkommt. Insbesondere mit Blick auf die Armutsbekämpfung und die konsequente und zielstrebige Umsetzung der beiden internationalen Vereinbarungen der Agenda 2030 mit ihren 17 nachhaltigen Entwicklungszielen sowie dem Pariser Klimaabkommen sieht VENRO die europäische Politik in der Verantwortung.

In ihrem Positionspapier fokussieren sie auf 10 Kernpunkte, die sie aus entwicklungspolitischer Perspektive als zentral erachten.

Weitere Infos:
>> Positionspapier „Für ein nachhaltiges, faires und solidarisches Europa“ (PDF)

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April 2019

KWIBUKA 25: Gedenken an den Genozid in Ruanda 1994

Am 7. April haben in Ruanda und weltweit – so auch im Rahmen zahlreicher Veranstaltungen in Hessen – die Tage zum Gedenken an den Genozid vor 25 Jahren begonnen. ‚Kwibuka‘ bedeutet ‚zu erinnern‘ und beschreibt die jährliche Erinnerung an den Genozid, bei dem innerhalb von rund 100 Tagen bis zu eine Million Menschen ermordet wurden. Gerade in diesem Jahr wird nach einem Vierteljahrhundert den zahlreichen Opfern gedacht, über die Geschichte und historische Einbettung aufgeklärt und über ‚die Zeit danach‘ sowie aktuelle Entwicklungen gesprochen. Dabei werden die komplexen Zusammenhänge v.a. über die Wege der Versöhnungsarbeit, Aufarbeitungsprozesse und die Verantwortung verschiedener internationaler Akteure sowie deren fortwährender Einfluss in der Region betont. Heute wird Ruanda oft als ‚Musterland‘ auf dem afrikanischen Kontinent bezeichnet. Zurückgeführt wird das insbesondere auf das wirtschaftliche Umfeld mit seiner Innovationsfähigkeit und Umweltfreundlichkeit, aus dem sich eine der höchsten jährlichen Wirtschaftswachstumsraten ergibt. Politische Maßnahmen in Bezug auf Bildung, Armutsbekämpfung, Anti-Korruption oder Sicherheit tragen ebenfalls dazu bei. Im Vergleich zu vielen anderen Ländern – auch des Globalen Nordens – sind Frauen selbstverständlich beteiligt und sozioökonomisch gleich(er) gestellt. So hat das ostafrikanische Land global den höchsten Anteil an Frauen in einem Parlament und verzeichnet hohe Anteile an weiblichen Führungskräften in Unternehmen und Wissenschaft. []

Foto: Kigali Genocide Memorial (©privat)

Weiterlesen:
>> Der vollständige Artikel in unserer Newsletter-Ausgabe 04/2019

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März 2019

Klima-Bündnis gibt Startschuss für STADTRADELN 2019

Es ist wieder soweit! Seit Mitte März ruft EPN Hessen-Mitgliedsorganisation Klima-Bündnis e.V. mit ihrer jährlich groß angelegten Kampagne STADTRADELN wieder dazu auf, für drei Wochen aufs Fahrrad umzusatteln, mit anderen Kommunen um die Wette zu radeln und dabei vor allem ein Zeichen für nachhaltige Mobilität und Klimaschutz zu setzen. Die Resonanz war in den letzten Jahren höchst erfreulich, sowohl die TeilnehmerInnen- als auch die gefahrenen Radkilometer-Rekorde jagten und überboten sich Jahr für Jahr. So radelten im vergangenen Jahr zusammengenommen annährend 300.000 Menschen aus fast 900 Kommunen sagenhafte 59.375.033(!) registrierte Radkilometer.

Wie funktioniert STADTRADELN? Im Grunde genommen ist es ganz einfach: Mitglieder der kommunalen Parlamente und BürgerInnen einer Kommune in Teams sammeln möglichst viele Radkilometer. Die Aktionsphase in einer Stadt oder Gemeinde dauert drei Wochen zwischen Mai und September. In dieser Zeit legen die umweltbewussten TeilnehmerInnen möglichst viele Wege mit dem Fahrrad zurück. Die fahrradaktivsten Kommunalparlamente und Kommunen, sowie die fleißigsten Teams und RadlerInnen innerhalb der Kommunen werden zum Schluss gekürt. Eigentliches Ziel der Kampagne ist es aber, BürgerInnen und KommunalpolitikerInnen für Themen wie Klimaschutz, Energieeffizienz im Verkehr und Radverkehrsförderung zu sensibilisieren und zusammen bundesweit möglichst viele Kohlendioxid-Emissionen zu vermeiden.

Lassen auch Sie sich dieses Jahr vom Stadtradeln-Fieber anstecken, klopfen Sie freundlich bei Ihrer Kommune an, motivieren Sie Ihre FreundInnen und NachbarInnen, genießen Sie zusammen den Sommer auf dem Fahrrad und tragen Sie damit zu einem besseren Klima bei!

Weitere Infos:
>> Alles zur STADTRADELN-Kampagne auf www.stadtradeln.de
>> Webseite des Klima-Bündnis

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März 2019

EZ-Finanzierung: Zivilgesellschaft mahnt zur Einhaltung der Koalitionsversprechen

Mitte März hat Finanzminister Olaf Scholz im Rahmen des Eckwertebeschlusses der Bundesregierung angekündigt, dass die Bundesregierung den Etat des Entwicklungsministeriums im Jahr 2020 auf dem Niveau des laufenden Jahres halten will. Aus der organisierten Zivilgesellschaft erfolgte prompte und vielstimmige Kritik.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), Global Citizen, ONE, OXFAM Deutschland, Plan International Deutschland, Save the Children und World Vision warnen in ihrem gemeinsamen Appell an die Bundesregierung daraufhin vor kurzsichtigen Finanzplanungen, und fordern die Bundesregierung auf, ihre entwicklungspolitischen Zusagen aus dem Koalitionsvertrag zu halten. Hier hatten die Koalitionsparteien versprochen, dass die Quote für Entwicklungsgelder nicht weiter fallen wird – bei steigender Wirtschaftsleistung und gleichbleibendem Entwicklungsetat sinke diese Quote jedoch im kommenden Jahr, warnte das Bündnis im Rahmen seines Appells. Ihre Mahnung zur Einhaltung der Regierungsversprechungen formulieren die Organisationen daher zu recht mit deutlichen Worten: „Wir können es nicht mehr hören. Egal, wie üppig die Steuereinnahmen sprudeln – es reicht offenbar nie, um die eigenen Versprechen an die Menschen einzuhalten, die von extremer Armut betroffen sind. Wir fordern nicht mehr und nicht weniger als die Einhaltung des Koalitionsvertrags. Dafür sind mehr Investitionen im Kampf gegen Armut nötig, sonst sinkt die Quote für Entwicklungsmittel – denn die deutsche Wirtschaft wächst.“

Weitere Infos:
>> epo-Meldung „Eckwertebeschluss. NGOs warnen vor Absinken der ODA-Quote“
>> VENRO-Pressemitteilung „Haushalt 2020 – Entwicklungspolitischer Rückzug ins Schneckenhaus“
>> Pressemitteilung vom Forum fairer Handel & Naturland e.V.

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März 2019

Hessische Kommunen können zukünftig Grabsteine aus Kinderarbeit verbieten

Weltweit arbeiten etwa eine Million Kinder in Steinbrüchen, davon ca. 150.000 in Indien, woher Schätzungen zufolge mindestens 50 Prozent der Grabsteine auf heimischen Friedhöfen stammen. Seit 1. März gibt es für hessische Kommunen nun endlich eine Rechtsgrundlage, um Grabmäler aus Kinderarbeit zu verbieten. Die im vergangenen August beschlossene Änderung für das Friedhofs- und Bestattungsgesetz ist dann in Kraft getreten.

Damit erhalten hessische Kommunen eine weitere Möglichkeit, ihre menschenrechtliche Verantwortung wahrzunehmen. Sie können in ihren Friedhofssatzungen festlegen, dass nur Grabsteine und Grabeinfassungen aufgestellt werden dürfen, die nachweislich ohne Kinderarbeit hergestellt worden sind. Mehrere hessische Kommunen – darunter Wiesbaden, Marburg und Kassel – haben diesen Schritt bereits erwartet und werden ihre Friedhofssatzungen anpassen.

Konkret nimmt das Änderungsgesetz Bezug auf das Verbot und die Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit laut Konvention Nr. 182 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). In Kommunen, die einen entsprechenden Passus in ihre Friedhofssatzung aufnehmen, muss der Verkäufer – meist der Steinmetz – nachweisen, dass das Grabmal ohne Kinderarbeit hergestellt worden ist.

Weitere Infos:
>> Konvention Nr. 182 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)
>> Gesetz zur Änderung des Friedhofs- und Bestattungsgesetzes (PDF)
>> Faltblatt „Marmor, Granit & Co.: Was ist wichtig beim Natursteinkauf?”
>> Kampagne Aktiv gegen Kinderarbeit – Schwerpunkt Grabsteine
>> EPN Hessen-Webseite zur öffentlichen Beschaffung in Hessen

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Dezember 2018

Der Koalitionsvertrag der hessischen Landesregierung entwicklungspolitisch gesichtet

„Aufbruch im Wandel durch Haltung, Orientierung und Zusammenhalt“. In diesem Artikel wird eine entwicklungspolitische Sichtung ausgewählter Aspekte des Koalitionsvertrages zwischen CDU Hessen und BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Hessen für die 20. Legislaturperiode vorgenommen.

Bereits in der Präambel bekennt sich die alte und neue Landeregierung zur Bewahrung der Schöpfung und der biologischen Vielfalt, der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes innerhalb rasanter Wandelungsprozesse, zum europäischen Projekt sowie zur Überwindung sozialer Ungerechtigkeiten. Die UN-Agenda „Transformation unserer Welt. Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ fungiert in Hessen bereits als Bezugsrahmen sowohl zur Überarbeitung der Nachhaltigkeitsstrategie als auch der entwicklungspolitischen Leitlinien des Landes. Diese Agenda vor Augen, lässt sich positiv anmerken, dass sich der Anspruch der Agenda „niemanden zurückzulassen“ auch im Koalitionsvertrag in der recht ausführlichen Befassung mit so unterschiedlichen Themen wie Inklusion und Barrierefreiheit, der Geschlechtergerechtigkeit aber auch der Interkulturellen Öffnung und der Stärkung der migrantischen Selbstvertretungsorganisationen niederschlägt. Nachhaltigkeit als Richtschnur wird an verschiedenen Stellen des Vertrages genannt, wobei es sich wahlweise um ökologische, soziale oder ökonomische Nachhaltigkeit handelt.

Weitere Infos:
>> Koalitionsvertrag der hessischen Landesregierung für die 20. Legislaturperiode (PDF)
>> EPN Hessen-Broschüre „Initiativ/en für globale Nachhaltigkeit“ (PDF)

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November 2018

„Weltoffenes“ Frankfurt? Worthülsen statt Bekenntnis zur sicheren Hafenstadt

Über 7000 Menschen sind im September auf die Straße gegangen, um unter anderem die politischen Verantwortlichen der Stadt Frankfurt dazu zu bewegen, sich zur sicheren Hafenstadt zu bekennen und sich damit bereit zu erklären, aus Seenot gerettete Geflüchtete aufzunehmen. Um diesem dringenden Anliegen weiteren Nachdruck zu verleihen, hat das Frankfurter Seebrücke-Bündnis am 8. November einen offenen Brief an den Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler übergeben. Der Brief, der sich an Oberbürgermeister Peter Feldmann, den Magistrat sowie die Stadtverordneten richtet und von über 1600 FrankfurterInnen unterzeichnet worden ist, enthält ebenfalls die Forderung, Frankfurt möge sich menschrechtlicher Verantwortung stellen und sich zum „sicheren Hafen“ erklären.

Doch ungeachtet all dessen entschied die Stadtverordnetenversammlung vergangenen Donnerstag: Geflüchtete Menschen, die aus Seenot gerettet wurden, sollen in der Stadt Frankfurt am Main keine Aufnahme finden. Damit wurde ein im Juli eingereichter Antrag der Fraktion Die Linke, der Ende August bereits im Frankfurter Haupt- und Finanzausschuss keine Mehrheit fand, endgültig abgelehnt und verworfen. Der Antrag verwies kritisch auf die „menschenverachtende Politik der europäischen Länder“, die immer mehr auf Abschottung und Abwehr von Geflüchteten setzt. Frankfurt solle nicht Teil dieser Politik sein, so der Appell, der beschämenderweise bei der Mehrheit der Stadtverordneten wirkungslos abzuprallen schien.

Weitere Infos:
>> Sicherer Hafen Frankfurt am Main – Offener Brief der Seebrücke
>> Seebrücke-Webseite
>> FR-Artikel „Frankfurt wird kein sicherer Hafen“ vom 9.11.2018
>> Antrag der Fraktion DIE LINKE „Frankfurt wird sicherer Hafen“

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September 2018

Keine Ausbeutung mit Steuergeldern! Bündnis fordert faire Vergabe in Hessen

Ob Dienstkleidung, die Pflastersteine auf dem Marktplatz, IT-Produkte oder Kaffee – die Produktpalette der öffentlichen Beschaffung ist breit. Jährlich werden in Deutschland Güter und Dienstleistungen im Wert von etwa 400 Milliarden Euro von Kommunen, Ländern und Bund eingekauft. Das entspricht knapp 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die öffentliche Hand verfügt damit über eine erhebliche Marktmacht, mit der sie dazu beitragen kann, dass bei der Herstellung der eingekauften Waren Menschenrechte und Umweltaspekte beachtet werden.

Wie kann das konkret hier in Hessen gehen? Die Grundlage für die Einkäufe der Landeseinrichtungen ist das Hessische Vergabe- und Tariftreuegesetz (HVTG). Es legt unter anderem fest, inwieweit Vergabestellen Kriterien zur Nachhaltigkeit beachten können/müssen. Das Vergabegesetz kann auf diese Weise auch Ziele wie soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz fördern. Nach Einschätzung vom „Bündnis für eine faire Vergabe in Hessen“ wird diese Möglichkeit aktuell nicht ausreichend genutzt.

In dem 2013 gegründeten Bündnis setzt sich das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen (EPN) gemeinsam mit Gewerkschaften, umweltpolitischen Nichtregierungsorganisationen und dem Zentrum Oekumene der EKHN dafür ein, dass ökologische, soziale und faire Kriterien in Hessen bei öffentlichen Aufträgen konsequent berücksichtigt werden.
Bei einer Pressekonferenz am 24.09.2018 in Wiesbaden wiesen Maria Tech (EPN, Eine-Welt-Fachpromotorin für Fairen Handel und nachhaltige Beschaffung) und Michael Rudolph (Vorsitzender des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen) auf die Schwächen des Gesetzes hin und stellten die Forderungen des Bündnisses vor.

Weitere Infos:
>> Positionspapier Bündnis für eine faire Vergabe in Hessen
>> Pressemitteilung Bündnis für eine faire Vergabe in Hessen vom 24.09.2018 (PDF)
>> Pressespiegel zur Pressekonferenz vom 24.09.2018 in Wiesbaden (PDF)
>> Gesetz zur Änderung des Friedhofs- und Bestattungsgesetzes (PDF)

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September 2018

Verbände fordern von der hessischen Landesregierung: Keine Ratifizierung von CETA im Bundesrat!

Anlässlich des Hessischen Tags der Nachhaltigkeit am 6. September 2018, haben sich EPN Hessen im Verbund mit dem hessischen Landesverband des BUND und NaturFreunde Hessen mit einem gemeinsamen Appell an alle im Landtag vertretenen Parteien gewendet. Der Appell lautet, sich statt für CETA – dem umfassenden Handels- und Investitionsschutzabkommen zwischen der EU und Kanada – verstärkt für eine nachhaltige Entwicklung einzusetzen.

Die drei Verbände teilen die Einschätzung, dass CETA eine Bedrohung für Umwelt- und Verbraucherschutzstandards, bäuerliche Landwirtschaft und öffentliche Dienstleistungen der Daseinsvorsorge ist. Der in CETA enthaltene Schutz von Arbeitnehmerrechten ist äußerst schwach, und die Bestimmungen zur regulatorischen Kooperation sowie die Einführung einer Investitionsschutz-Paralleljustiz vergrößern den Einfluss transnationaler Konzerne auf Politikgestaltung und unterhöhlen die Demokratie. Handelsabkommen wie CETA und die Handelspolitik der Europäischen Union als Ganzes müssten eigentlich zur Entwicklung einer nachhaltigen Weltordnung beitragen und sich insbesondere den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDG) und dem Pariser Klimaschutzabkommen unterordnen. Das zur Ratifizierung anstehende CETA-Abkommen steht jedoch eher im Gegensatz zu dieser Forderung.

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Leitlinien zur Entwicklungszusammenarbeit der Hessischen Landesregierung verabschiedet

Nachdem die neuen entwicklungspolitischen Leitlinien der Landesregierung schon vor längerer Zeit im Kabinett beschlossen worden waren, wurden sie am 15. Mai im Rahmen einer Pressekonferenz im Wiesbadener Landtag auch offiziell der Öffentlichkeit präsentiert.

EPN Hessen hat sich in der bereits seit 2012 andauernden Diskussion stark eingebracht und begrüßt die Verabschiedung der aktuellen Leitlinien der Landesregierung, in denen Entwicklungszusammenarbeit als Querschnittsaufgabe der Landesregierung begriffen wird.

Nun geht es darum, dass die vom Kabinett beschlossenen Leitlinien der Landesregierung zeitnah und mit Beteiligung der Zivilgesellschaft weiterentwickelt und in konkreten Schritten umgesetzt werden und wir hoffen, dass sie schließlich auch vom Hessischen Landtag als Leitlinien des Land verabschiedet werden.

Weitere Infos:
>> Leitlinien zur Entwicklungszusammenarbeit der Hessischen Landesregierung (PDF)

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EPN Hessen mischt mit:
Wir sind Teil der Initiative „Konzernmacht beschränken“

„Konzerne wie Bayer, Google und VW verfügen über viel Marktmacht. Großkonzerne haben größtenteils Niederlassungen in Steueroasen, um sich vor Steuerzahlungen zu drücken. Mega-Fusionen, vielfach finanziert durch Banken und Investmentgesellschaften, erhöhen enorm die Marktkonzentration …“. So wird im Januar 2018 veröffentlichten Plattformpapier der Initiative „Konzernmacht beschränken“ einleitend die Kernproblematik auf den Punkt gebracht.

Konzerne werden also durch Zusammenschlüsse zu immer (noch) mächtigeren Global Playern. Wer sich mit seinem politischen Handeln global nachhaltiger Entwicklung verschrieben hat, sieht sich deshalb mit zahlreichen Herausforderungen und Widersprüchen konfrontiert. Ein zentraler Widerspruch besteht darin, dass Wirtschaftsmacht massiv Einfluss auf demokratische Prozesse nehmen kann und auch nimmt, selbst aber immer schwerer kontrollierbar ist. Die sich mit Globalisierungsprozessen beschäftigende Politikwissenschaft beklagt, dass der politische Globalisierungsprozess, also das globale Regierungshandeln (Global Governance) dem ökonomischen Globalisierungsprozess meilenweit hinterher hinkt. Der direkte wie auch indirekte Einfluss von WirtschaftsakteurInnen auf nationale wie internationale Entscheidungsprozesse lässt sich überall beobachten und verstärkt sich entsprechend der Konzentration von Konzernmacht, die „too big to regulate“ werden (zu groß, um noch reguliert werden zu können). Transparenz, demokratische Verfahren und Gemeinwohl, nachhaltige Entwicklung und Menschenrechte drohen so zunehmend auf der Strecke zu bleiben. Die Folgekosten profitorientierten wirtschaftlichen Handelns für Mensch und Natur wiederum dürfen in aller Regel von „der Allgemeinheit“ getragen werden.

Zivilgesellschaftliche Nichtregierungsorganisationen können solchen Machtverhältnissen nur durch akribische Recherchen, Öffentlichkeitsarbeit, politischen Kampagnen, Rechtsmitteln und der sogenannten „Watch-Dog“ Funktion begegnen. Um gegen die Lobbyaktivitäten insbesondere von großen Konzerne ein Gegengewicht zu bilden, hat sich nun eine breite Plattform von Nichtregierungsorganisationen aus der Entwicklungs-, und Umweltpolitik, aus dem VerbraucherInnenschutz und von alternative Landwirtschaftsverbänden in der Initiative „Konzernmacht beschränken“ zusammengeschlossen.

Das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen e.V. trägt die Initiative mit und hat auch das Plattformpapier mitunterzeichnet. Gemeinsam fordern wir darin u.a., Öffentliche Rechte zu stärken, Beschwerdestellen einzurichten, die Rolle von Parlamenten zu stärken sowie Monopole zu beschränken.

Weitere Infos:
>> Plattformpapier der Initiative „Konzernmacht beschränken“ (PDF)
>> www.konzernmacht.de – Webseite zur Konzernmacht-Initiative

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Programm zur Förderung entwicklungspolitischer Qualifizierungsmaßnahmen PFQ wird fortgesetzt

Gute Nachrichten zu Beginn des neuen Jahres 2018 für entwicklungspolitische Organisationen, die Qualifizierungsmaßnahmen für andere entwicklungspolitische Organisationen anbieten, denn das Programm zur Förderung entwicklungspolitischer Qualifizierungsmaßnahmen, kurz PFQ, wird fortgeführt! In Deutschland arbeiten zahlreiche Nichtregierungsorganisationen (NRO) an der Erreichung entwicklungspolitischer Ziele und setzen Projekte im In- und Ausland um. Über das PFQ hat Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) von 2014 bis Ende 2017 Nichtregierungsorganisationen (NRO) in Deutschland unterstützt, die ihre in der Praxis erworbene entwicklungspolitische Fachexpertise an andere entwicklungspolitische Akteure der deutschen Zivilgesellschaft weitergeben. Hierzu zählen zum einen Qualifizierungen zu sektoralen Schwerpunkten der deutschen und internationalen Entwicklungspolitik, zum anderen methodische Qualifizierungen mit klarem entwicklungspolitischen Bezug.
Über die Pressestelle von Engagement Global wurde nun Anfang Januar verkündet, dass PFQ zunächst bis Ende 2020 fortgeführt wird.

Weitere Infos:
>> Programm zur Förderung entwicklungspolitischer Qualifizierungsmaßnahmen PFQ

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Dezember 2017

Work in progress: Weiterarbeit am Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung

Klimawandel, Ressourcenknappheit, soziale Ungleichheit, Rassismus: Die globalen Herausforderungen im 21. Jahrhundert sind immens! Sie machen gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen sowie Umdenken und Handeln im Alltag notwendig. Bildung leistet dabei einen wichtigen Beitrag zu Sensibilisierung, Perspektivwechsel und Veränderungsorientierung. Diese Einschätzung bildet den Ausgangspunkt für den „Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Der Orientierungsrahmen (OR) wurde erstmals im Jahr 2007, von der Konferenz der Kultusminister*innen der Länder (KMK) und dem Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) herausgegeben. Er dient als Bezugsrahmen für die Entwicklung von Lehr- und Bildungsplänen und für schulische Curricula, für die Gestaltung von Unterricht und außerschulischen Aktivitäten. Seit der Veröffentlichung der Neuauflage 2015 wird die Weiterentwicklung des Orientierungsrahmens stetig vorangetrieben. So sollen weitere Fächer hinzukommen oder überarbeitet werden, Teilausgaben der Fachkapitel sowie zugehörige Lern- und Lehrmaterialien erstellt werden.

Sehr zu begrüßen ist, dass als verbindliches Qualitätskriterium für die Unterrichtsmedien und Lehr-/Lernmaterialien festgelegt wurde, „[…] Stereotype, rassistische Diskriminierung, eurozentrische Sichtweisen und ungerechtfertigte kulturelle Zuschreibungen [zu vermeiden]“. Auch das Selbstverständnis von Engagement Global (EG) – das den Arbeitsprozess zum OR koordiniert – verweist darauf, dass „[….] die Auseinandersetzung mit Rassismus und das aktive Entgegenwirken gegen diesen [für EG] eine zentrale Aufgabe und Verantwortung dar[stellt] […]“. „Als lernende Organisation suchen wir hierzu den Dialog mit unseren Partnerinnen und Partnern, Zielgruppen und Interessierten und laden dazu ein, sich mit uns offen und konstruktiv in den Austausch zu begeben.” (aus dem Positionspapier des Fachkreis Anti-Rassismus von EG; Stand Juni 2014)

Von zivilgesellschaftlicher Seite wird der Prozess der Weiterarbeit mit und am Orientierungsrahmen konstruktiv-kritisch begleitet.

Weitere Infos:
>> Orientierungsrahmen (PDF)
>> Bestellmöglichkeit der Druckausgabe (Cornelsen Verlag)

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