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Aktuelles


Stellenausschreibung im PromotorInnen-Programm

Das kopfstand Bildungskollektiv und das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen (EPN Hessen) suchen ab dem 01.01.2019 am Arbeitsort Kassel-Kaufungen eine/einen

Eine Welt-RegionalpromotorIn für Nordhessen (60%)

Im Rahmen des bundesweiten Eine Welt-PromotorInnen-Programms der Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke (agl) e.V. soll die/der Eine Welt-RegionalpromotorIn die entwicklungspolitische Inlandsarbeit (Beratung, Qualifizierung, Information- und Vernetzung) in Nordhessen unterstützen. Bewerbungsschluss ist der 30. September 2018.

>> Stellenausschreibung Eine Welt-RegionalpromotorIn für Nordhessen

Hintergrund: Weiterentwicklung des hessischen Eine Welt-PromotorInnen-Programms (Zyklus 2019-2021)

Seit 2012 beteiligt sich das hessische Landesnetzwerk am bundesweiten Eine-Welt-PromotorInnen Programm. Das Programm der Eine Welt-Landesnetzwerke wird vom Bund zu 60% und von den Bundesländern zu 40% finanziert.
Aktuell gibt es in Hessen zu vier Themenschwerpunkten sogenannte FachpromotorInnen in Teilzeit: ‚Globales Lernen und Nachhaltigkeit‘, ‚Fairer Handel und nachhaltige Beschaffung‘, ‚Migration, Entwicklung und interkulturelle Öffnung‘ sowie ‚Öffentlichkeitsarbeit und Partizipation‘. Zwei Fachpromotionen sind in der Geschäftsstelle angesiedelt und zwei bei Anstellungsträgern in Darmstadt und Marburg. Der aktuelle Förderzyklus läuft Ende dieses Jahres aus und für 2019–2021 muss ein neuer Zyklus beantragt werden.

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Aktuelle EPN Hessen-Kooperationsveranstaltungen:

MULTIPLIKATORiNNEN-FORTBILDUNG
Fr., 19.10.18 (10-18h), Frankfurt/M.

Gesicherte Ernährung für alle!
Multi-Fortbildung im Rahmen der Ausstellung „Hessen fairändert“. Referentin: Dinah Stratenwerth. Veranstalter: EPN Hessen

DEZENTRALER SDG-DIALOG
Sa., 20.10.18 (9.30-15h), Marburg

Regionale Handlungsspielräume für globale Gerechtigkeit
VeranstalterInnen: EPN Hessen, Weltladen Marburg/Initiative Solidarische Welt (ISW) und Projekt Engagierte Stadt der Freiwilligen Agentur Marburg


Reihe FERN : WELT : NAH
Di., 23.10.18 (19h), Frankfurt/M.

Grenzgänger
Entwicklungspolitischer Film- und Diskussionsabend. Eröffnungsabend der VI. Staffel der Reihe FERN:WELT:NAH. Host des Abends: DKJ – Deutsch-Kongolesisches Jugendinstitut. Veranstalter der Reihe: EPN Hessen im Rahmen des hessischen Eine Welt-PromotorInnen-Programms sowie die Akademie Rabanus Maurus im Haus am Dom

LEHRKRÄFTE-FORTBILDUNG
Fr., 26.10.18, Marburg | Fr., 30.11.18, Gießen (jew. 9-17.30h)

Globales Lernen in die Schule bringen – Praxisbeispiele für den Unterricht
Eintätige Fortbildung in Marburg und Gießen. VeranstalterInnen: EPN Hessen, GEMEINSAM FÜR AFRIKA, Hessische Fachpromotorin für Globales Lernen, masifunde e.V. und Schul- & Bildungsprojekt êpa! (Weltladen Marburg)

>> Weitere EPN Hessen-Veranstaltungen

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EPN Hessen-Newsletter 09/2018

Aus dem Inhalt:

EPN Hessen wächst! * Unsere SDG-BROSCHÜRE ist im Druck – wir laden ein zum POLIT-DIALOG (15.10.) * Aktuelle EPN Hessen-Kooperationsveranstaltungen * Aus dem Netzwerk * „Hessen entwickeln für die Eine Welt“ – Neues aus dem PromotorInnenprogramm * Verbände fordern von der Landesregierung: Keine Ratifizierung von CETA im Bundesrat! * Internationale Charta des Fairen Handels definiert Vision für eine gerechtere Welt * Materialien * Mitmachen: Kampagnen, Wettbewerbe & Ausschreibungen * Terminlese

Der Newsletter informiert über Aktivitäten im Netzwerk, entwicklungspolitische Neuigkeiten, neue Bildungsmaterialien aktuelle Mitmach-Aktionen und Veranstaltungen. Am besten gleich abonnieren!

>> Und hier geht es direkt zum Newsletter 09/2018

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Leitlinien zur Entwicklungszusammenarbeit der Hessischen Landesregierung verabschiedet

Nachdem die neuen entwicklungspolitischen Leitlinien der Landesregierung schon vor längerer Zeit im Kabinett beschlossen worden waren, wurden sie nun am 15. Mai im Rahmen einer Pressekonferenz im Wiesbadener Landtag auch offiziell der Öffentlichkeit präsentiert.

EPN Hessen hat sich in der bereits seit 2012 andauernden Diskussion stark eingebracht und begrüßt die Verabschiedung der aktuellen Leitlinien der Landesregierung, in denen Entwicklungszusammenarbeit als Querschnittsaufgabe der Landesregierung begriffen wird.

Nun geht es darum, dass die vom Kabinett beschlossenen Leitlinien der Landesregierung zeitnah und mit Beteiligung der Zivilgesellschaft weiterentwickelt und in konkreten Schritten umgesetzt werden und wir hoffen, dass sie schließlich auch vom Hessischen Landtag als Leitlinien des Land verabschiedet werden.


Weitere Infos:
>> Leitlinien zur Entwicklungszusammenarbeit der Hessischen Landesregierung (PDF)

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EPN Hessen mischt mit:
Wir sind Teil der Initiative „Konzernmacht beschränken“

„Konzerne wie Bayer, Google und VW verfügen über viel Marktmacht. Großkonzerne haben größtenteils Niederlassungen in Steueroasen, um sich vor Steuerzahlungen zu drücken. Mega-Fusionen, vielfach finanziert durch Banken und Investmentgesellschaften, erhöhen enorm die Marktkonzentration …“. So wird im Januar 2018 veröffentlichten Plattformpapier der Initiative „Konzernmacht beschränken“ einleitend die Kernproblematik auf den Punkt gebracht.

Konzerne werden also durch Zusammenschlüsse zu immer (noch) mächtigeren Global Playern. Wer sich mit seinem politischen Handeln global nachhaltiger Entwicklung verschrieben hat, sieht sich deshalb mit zahlreichen Herausforderungen und Widersprüchen konfrontiert. Ein zentraler Widerspruch besteht darin, dass Wirtschaftsmacht massiv Einfluss auf demokratische Prozesse nehmen kann und auch nimmt, selbst aber immer schwerer kontrollierbar ist. Die sich mit Globalisierungsprozessen beschäftigende Politikwissenschaft beklagt, dass der politische Globalisierungsprozess, also das globale Regierungshandeln (Global Governance) dem ökonomischen Globalisierungsprozess meilenweit hinterher hinkt. Der direkte wie auch indirekte Einfluss von WirtschaftsakteurInnen auf nationale wie internationale Entscheidungsprozesse lässt sich überall beobachten und verstärkt sich entsprechend der Konzentration von Konzernmacht, die „too big to regulate“ werden (zu groß, um noch reguliert werden zu können). Transparenz, demokratische Verfahren und Gemeinwohl, nachhaltige Entwicklung und Menschenrechte drohen so zunehmend auf der Strecke zu bleiben. Die Folgekosten profitorientierten wirtschaftlichen Handelns für Mensch und Natur wiederum dürfen in aller Regel von „der Allgemeinheit“ getragen werden.

Zivilgesellschaftliche Nichtregierungsorganisationen können solchen Machtverhältnissen nur durch akribische Recherchen, Öffentlichkeitsarbeit, politischen Kampagnen, Rechtsmitteln und der sogenannten „Watch-Dog“ Funktion begegnen. Um gegen die Lobbyaktivitäten insbesondere von großen Konzerne ein Gegengewicht zu bilden, hat sich nun eine breite Plattform von Nichtregierungsorganisationen aus der Entwicklungs-, und Umweltpolitik, aus dem VerbraucherInnenschutz und von alternative Landwirtschaftsverbänden in der Initiative „Konzernmacht beschränken“ zusammengeschlossen.

Das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen e.V. trägt die Initiative mit und hat auch das Plattformpapier mitunterzeichnet. Gemeinsam fordern wir darin u.a., Öffentliche Rechte zu stärken, Beschwerdestellen einzurichten, die Rolle von Parlamenten zu stärken sowie Monopole zu beschränken.

Weitere Infos:
>> Plattformpapier der Initiative „Konzernmacht beschränken“ (PDF)
>> www.konzernmacht.de – Webseite zur Konzernmacht-Initiative

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Programm zur Förderung entwicklungspolitischer Qualifizierungsmaßnahmen PFQ wird fortgesetzt

Gute Nachrichten zu Beginn des neuen Jahres 2018 für entwicklungspolitische Organisationen, die Qualifizierungsmaßnahmen für andere entwicklungspolitische Organisationen anbieten, denn das Programm zur Förderung entwicklungspolitischer Qualifizierungsmaßnahmen, kurz PFQ, wird fortgeführt! In Deutschland arbeiten zahlreiche Nichtregierungsorganisationen (NRO) an der Erreichung entwicklungspolitischer Ziele und setzen Projekte im In- und Ausland um. Über das PFQ hat Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) von 2014 bis Ende 2017 Nichtregierungsorganisationen (NRO) in Deutschland unterstützt, die ihre in der Praxis erworbene entwicklungspolitische Fachexpertise an andere entwicklungspolitische Akteure der deutschen Zivilgesellschaft weitergeben. Hierzu zählen zum einen Qualifizierungen zu sektoralen Schwerpunkten der deutschen und internationalen Entwicklungspolitik, zum anderen methodische Qualifizierungen mit klarem entwicklungspolitischen Bezug.
Über die Pressestelle von Engagement Global wurde nun Anfang Januar verkündet, dass PFQ zunächst bis Ende 2020 fortgeführt wird.


Weitere Infos:
>> Programm zur Förderung entwicklungspolitischer Qualifizierungsmaßnahmen PFQ

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Dezember 2017

Work in progress: Weiterarbeit am Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung

Klimawandel, Ressourcenknappheit, soziale Ungleichheit, Rassismus: Die globalen Herausforderungen im 21. Jahrhundert sind immens! Sie machen gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen sowie Umdenken und Handeln im Alltag notwendig. Bildung leistet dabei einen wichtigen Beitrag zu Sensibilisierung, Perspektivwechsel und Veränderungsorientierung. Diese Einschätzung bildet den Ausgangspunkt für den „Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Der Orientierungsrahmen (OR) wurde erstmals im Jahr 2007, von der Konferenz der Kultusminister*innen der Länder (KMK) und dem Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) herausgegeben. Er dient als Bezugsrahmen für die Entwicklung von Lehr- und Bildungsplänen und für schulische Curricula, für die Gestaltung von Unterricht und außerschulischen Aktivitäten. Seit der Veröffentlichung der Neuauflage 2015 wird die Weiterentwicklung des Orientierungsrahmens stetig vorangetrieben. So sollen weitere Fächer hinzukommen oder überarbeitet werden, Teilausgaben der Fachkapitel sowie zugehörige Lern- und Lehrmaterialien erstellt werden.

Sehr zu begrüßen ist, dass als verbindliches Qualitätskriterium für die Unterrichtsmedien und Lehr-/Lernmaterialien festgelegt wurde, „[…] Stereotype, rassistische Diskriminierung, eurozentrische Sichtweisen und ungerechtfertigte kulturelle Zuschreibungen [zu vermeiden]“. Auch das Selbstverständnis von Engagement Global (EG) – das den Arbeitsprozess zum OR koordiniert – verweist darauf, dass „[….] die Auseinandersetzung mit Rassismus und das aktive Entgegenwirken gegen diesen [für EG] eine zentrale Aufgabe und Verantwortung dar[stellt] […]“. „Als lernende Organisation suchen wir hierzu den Dialog mit unseren Partnerinnen und Partnern, Zielgruppen und Interessierten und laden dazu ein, sich mit uns offen und konstruktiv in den Austausch zu begeben.” (aus dem Positionspapier des Fachkreis Anti-Rassismus von EG; Stand Juni 2014)

Von zivilgesellschaftlicher Seite wird der Prozess der Weiterarbeit mit und am Orientierungsrahmen konstruktiv-kritisch begleitet.


Weitere Infos:
>> Orientierungsrahmen (PDF)
>> Bestellmöglichkeit der Druckausgabe (Cornelsen Verlag)

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